Verein

Bald nach der Gründung der Turn- und Sportunion Amstetten begann die Tischtennissektion unter Leitung von Eduard Rosenthaler ihre sportlichen Aktivitäten. Trotz großer Schwierigkeiten wurde im Turnsaal der HS Kirchenstraße eifrig trainiert. Doch der so hoffnungsvoll begonnene Aufbau einer TT-Sektion nahm bereits 1947 ein jähes Ende. Spielermangel war der Grund dafür.

Es dauerte zwei Jahre, bis die TT-Sektion wieder reaktiviert wurde. Völlig neue Spieler waren es – von der alten Garde war kein einziger mehr dabei – die im Sommer 1949 daran gingen, die Tischtennissektion neu aufzubauen. Fritz Antony, Herwart Koctirz und Hans Zeillinger bildeten die 1. Mannschaft. Gespielt wurde im Union-Heim in der Ybbsstraße. Als bereits nach einem Jahr Roman Winninger sein Amt als Sektionsleiter zurücklegte, erklärte sich Hans Zeillinger bereit, die Sektion zu übernehmen, die er durch zielstrebige Arbeit bald zu einem sehenswerten Aufstieg führte und bis 2000 erfolgreich leitete.

Auf seine Initiative traten im Juli 1954 die Vereine des Ybbstales dem NÖ TT-Verband bei. Damit erst war ein richtiger Meisterschaftsbetrieb mit Auf- und Abstieg möglich. Großen Wert legte die Union Amstetten immer auf die Nachwuchsbetreuung. Dank der intensiven Jugendarbeit wuchsen mit Erich Geyerhofer, Kurt Zitzmann, Walter Edinger, Hermann Pendlmayer, und Wilhelm Bader große Talente heran, die die Union Amstetten bald in ganz Niederösterreich und darüber hinaus bekannt machten. Besonders Geyerhofer, der zwei Jugendstaatsmeistertitel erkämpfte, Union Bundesmeister bei der Jugend und dreifacher NÖ Jugendmeister wurde, neun UNION-Landesmeistertitel eroberte und bei den verschiedenen Turnieren viele Pokale gewann, war der bisher erfolgreichste Spieler der UNION Amstetten.

Aber auch Zitzmann, der mit Geyerhofer Staatsmeister im Jugenddoppel wurde, stellte seine große Spielstärke oft unter Beweis. Mit diesen beiden Spielern und mit Walter Edinger und Hermann Pendlmayer hatte die Union Amstetten in den Jahren 1956 und 1957 wohl die beste Jugendmannschaft Österreichs. Aber nicht nur bei den männlichen Nachwuchsspielern dominierten die Amstettner, mit Lucia Setz ging auch bei der weiblichen Jugend ein Stern auf. Durch viele großartige Erfolge (Staatsmeisterin im Jugend-Mixed-Doppel, Union-Bundesmeisterin bei der Jugend, mehrfache UNION-Landesmeisterin, dreifache NÖ Meisterin im Damen- und Mixed-Doppel) bewies sie oft ihre große Spielstärke.

Geschichte

Als im Jahr 1957 die Herren den Aufstieg in die NÖ Landesliga schafften, erstmals den begehrten Runa-Pokal gewannen und beste Aussichten hatten Landesmeister zu werden, kam ganz unerwartet ein schwerer Rückschlag. Sektionsleiter Hans Zeillinger wurde na die Volkschule Opponitz versetzt und konnte sich daher nur mehr am Wochenende um den Tischtennisbetrieb kümmern. Infolge Differenzen zwischen einigen Spielern der TT-Sektion und der Hauptunion kam es 1957 zu einem großen Spielerabgang.

Mit Wilhelm Bader, Franz Nemec, Fritz Hanusch und Eckehart Weltlich konnte eine neue schlagkräftige Jugendmannschaft aufgestellt werden, die 1959 den Jungend-Landesmeistertitel zum dritten Mal für die UNION Amstetten eroberte.

Bis zum Jahre 1967 erreichte die 1. Herrenmannschaft in der 1. Klasse immer wieder Spitzenränge. Der Aufstieg in die Landesliga blieb aber der UNION Amstetten verwehrt. Um in Amstetten endlich wieder eine starke TT-Streitkraft auf die Beine stellen zu können, schlossen sich 1967 die Eisenbahner mit der UNION zu einer Wettspielgemeinschaft zusammen. Bereits nach einem Jahr wurde diese Spielgemeinschaft wieder aufgelöst.
Als 1968 die alte Kampfstätte der UNION-Tischtennis in der Ybbstraße wegen Einsturzgefahr gesperrt werden musste, kam es zu einer Verbindung mit der Union Don Bosco.

Im Juni 1970 erfolgte die Fusionierung mit der Werkssportgemeinschaft Umdasch. Seit dieser Zeit treten die Amstettner unter der Bezeichnung „Union Umdasch“ auf. Dank der jährlichen Unterstützung durch die Firma Umdasch hat TT-Sektion nicht mehr mit finanziellen Sorgen zu kämpfen.

Im Spieljahr 1976/77 erreichte das Union Umdasch-Team mit Dr. Forsthuber, Dr. Langthaler und Josef Resch in der Landesliga den ausgezeichneten 3. Rang.

Im Gedenken an den neunfachen UNION-Landesmeister Erich Geyerhofer, der 1977 völlig unerwartet verstarb, veranstaltete die Union Amstetten im 1978 in den Turnsälen des BRG Amstetten die UNION-Tischtennis-Meisterschaften. Hans Zeillinger eroberte bei dieser Veranstaltung den Landesmeistertitel bei den Senioren.
Nach den erfolgreichen Siebzigerjahren kam für die Sektion wieder ein Rückschlag. Nach der Abmeldung der starken Spieler DR. Forsthuber und Dr. Langthaler war die 1 Mannschaft in der Landesliga zum Abstieg verurteilt.

Einen schweren Verlust erlitt die Sektion Tischtennis durch den plötzlichen Tod ihres Sportkollegen Franz Hameseder, der 1987 verstarb. Hameseder gehörte 37 Jahre der TT-Sektion an und war bis zu seinem Ableben in den verschiedensten Mannschaften erfolgreich im Einsatz.

Wenn man alle Erfolge der Tischtennissektion seit ihrer Gründung im Jahre 1946 zusammenfasst, so ergibt das die stolze Bilanz von 3 Jugend-Staatsmeistertiteln, 3 UNION-Jugend-Bundestiteln, 10 Landesmeistertiteln, 14 UNION-Landesmeistertiteln, 3 Jugend-Landesmannschaftsmeistertiteln, 50 Mannschaftsmeistertiteln bei den Herren, 4 bei den Damen und 23 bei der Jugend sowie ein Sieg im NÖ Liga-Cup und zwei im Runa-Cup. Eine Erfolgsbilanz, die nur wenige Vereine in Niederösterreich aufweisen können.